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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:



"Soeben" entdeckt - Exoplanet TOI-1259 A b

Bericht von Dr.Gerold Holtkamp, 31. Dezember 2022

Es wird die aus einem städtischen Garten gemessene Transitlichtkurve des erst vor zwei Jahren entdeckten Exoplaneten TOI-1259 A b vorgestellt. Die ermittelten Daten stimmen gut mit Literaturwerten überein. Es handelt sich um ein Doppelsternsystem, was eine Besonderheit darstellt. Die nahe Position am Himmelsnordpol ermöglicht weitere interessante Beobachtungen. (-mehr-)



"Unendliche Weiten" @ Home

Bericht von Thomas Grunge, 3.10.2022

In den Sommermonaten Juni bis August steht das ausgedehnte Sternbild Draco (Drachen) besonders hoch am nördlichen Himmel. Es umschließt den kleinen Bären mit unserem Nordpolarstern um mehr als 120°. Nördliche Breiten ab dem 50. Breitengrad zeigen das Sternbild zircumpolar. So ist eine gute Sichtbarkeit auch zu Winterbeginn gegeben.

Im Sternbild Draco findet man Exoplaneten, die besonders hell sind. Sie lassen sich daher gut mit kleinen Öffnungen photometrieren.

(-mehr-)



Der Stern HD189733 und sein Planet HD189733b

Bericht von Dr. Gerold Holtkamp, 27.9.2022

Sterne erscheinen uns als leuchtende Punkte, selbst in großen Teleskopen - fast immer. Trotzdem kann man auch als Amateurastronom bei vielen mehr über ihre Beschaffenheit erfahren als nur ihre Position am Himmel. Am Stern HD189733 und seinem Exoplaneten 189733b wird gezeigt, dass auch mit einem relativ kleinen Instrument aus städtischem lichtverschmutzten Gebiet interessante aussagefähige Messungen durchgeführt werden können. Außerdem ermöglicht die Zusammenschau der Ergebnisse vieler Amateurastronomen weltweit weitere Erkenntnisse.
(-mehr-)




Beobachtungen nach der Durststrecke: Exoplanet XO-2 N b

Beobachtet von Thomas Grunge am 27.2.2022

Nach Monaten schlechten Wetters, in denen sinnvolle astronomische Beobachtungen kaum oder gar nicht möglich waren, entwickelte sich Ende Februar/Anfang März 2022 eine Wetterlage, die uns in und um Osnabrück viele klare Nächte bescherte, die - ein zusätzlicher Vorteil - um Neumond herum lagen. Endlich konnten wir Astronomen von der Astro-AG die lange Durststrecke hinter uns lassen. Einer davon ist Thomas Grunge.  (-mehr-)


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Die Nova V1405 CAS in der Cassiopeia
Bericht von Dr. Gerold Holtkamp und Dr. Thomas Kunzemann
17. Mai 2021


Der eine oder andere wird sagen, dass es ja ganz nett sei, einen Stern zu verfolgen, der mal sehr lichtschwach war, dann hell wurde und danach wieder langsam verblasst, eine Nova also, aber verglichen mit anderen Astroaufnahmen sei das nun nicht besonders spektakulär…. Tatsächlich geht es bei den hier beschriebenen Beobachtungen tatsächlich weniger um Farben und Strukturen als vielmehr um Informationen, die man aus dem Verlauf der Lichtkurve ziehen kann. Bei der sehr großen Entfernung der meisten Sterne sind keine direkten Aufnahmen möglich. Man muss daher aus dem bei uns ankommenden Licht die Information herausholen. (-mehr-)


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Heißer Jupiter mit ungekühlter DSLR
- Messung der Lichtkurve des Exoplaneten Qatar-1 b -
Bericht von Dr. Gerold Holtkamp, 27. April 2021

Eine moderne Spiegelreflexkamera, abgekürzt DSLR (englisch für digital single-lens reflex), ist ein leistungsfähiges Gerät. Ist die Lichtintensität gering, macht sich das sog. Rauschen störend bemerkbar. Wäre der Aufnahmechip der DSLR gekühlt (ist er aber nicht!), könnte man dieses Rauschen effektiv reduzieren. Deswegen sind speziell für die Astrofotografie entwickelte Kameras mit einer eigenen Kühlung des Aufnahmechips ausgestattet. Meine Ausrüstung besteht (bis jetzt) aber leider nur aus DSLR-Kameras. Die leistungsfähigste davon ist die Canon 6D. Damit wollte ich mich an eine schwierige Aufgabe heranwagen: Nachweis eines Exoplaneten. (-mehr-)



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Lichtkurve Exoplanet HAT-P-54b, 13.2.2021, Thomas Grunge
Es war eine kalte klare Nacht am 13. Februar 2021 in Dissen. Thomas Grunge hat in seinem Garten kein Bild sondern eine Lichtkurve des Exoplaneten HAT-P-54b aufgenommen. Dieser Planet kreist nicht um unsere Sonne, sondern um den Stern HAT-P-54, dessen Licht 443 Jahre bis zu uns unterwegs war. Diesen Planeten kann man nicht mehr direkt sehen, sondern nur nachweisen, wenn er vor dem Stern vorbei zieht und dabei das Licht des Sterns etwas verdunkelt. Details zur Methode findet man im Bericht vom Oktober 2019.

(-Hier geht’s zum vergrößerten Bild und den technischen Daten-)




Exoplanet mit eigener Öffnung
(Bericht von Thomas Grunge im Oktober 2019)
Die Zahl der entdeckten Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten, stieg in den letzten Jahren rasant an. Mit hohem technischen Aufwand, durch boden- und weltraumgestützte Instrumente, konnten bis jetzt (Oktober 2019) mindestens 4500 Planeten in fremden Sternsystemen nachgewiesen werden. Mitglieder der Astro-AG Osnabrück haben bereits mehrfach öffentlich über die Satelliten und Sonden zur Exoplanetenjagd referiert. Da ich bereits variable Sterne photometriert hatte und Erfahrungen in der Erstellung von Lichtkurven sammeln konnte,  entschied ich mich für die Transitmethode. (-mehr-)

Lichtkurve Exoplanet HAT-p-32 b, Messung: Gerold Holtkamp
Erste Exoplanetenmessung an der NVO-Sternwarte am 14./15. Januar 2018

(Bericht von Dr. Gerold Holtkamp, 30. Januar 2018)
Vor 418 Jahren wurde Giordano Bruno von der heiligen Inquisition der katholischen Kirche auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Er hatte behauptet, dass um viele andere Sterne Planeten kreisen. Vor gerade einmal 29 Jahren wurde der erste Planet nachgewiesen, der um einen anderen Stern kreist. Seitdem wurden mit sehr aufwendigen Methoden mehrere tausend sog. Exoplaneten nachgewiesen. Der Fortschritt der Beobachtungs- und Computertechnologie machte es möglich. Er macht es auch möglich, dass Amateure wie wir vom NVO diesen Erkenntnissprung in der Astronomie nachvollziehen können. (-mehr-)




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