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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Astronomische Arbeitsgemeinschaft Osnabrück               to english version

"FALLEN AUS! FÜHRUNGEN AN DER STERNWARTE FALLEN WEGEN DER CORONA-PANDEMIE AUS!"

Sternspuren über der Sternwarte am 13.2.2018, Aufnahme Gerold Holtkamp(Aktuelle Termine hier)           (Aktuelle Berichte hier)           (Thematisch geordnete Berichte, hier)

KEINE FÜHRUNGEN AN DER STERNWARTE!
Die Führungen an unserer Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg mit Fernrohrbeobachtungen fallen wegen des verschärften Corona-Infektionsgeschehens aus!

KEIN ASTRO-STAMMTISCH!
Unser Stammtisch findet bis auf weiteres nur noch digital statt.


Wir sind auf Facebook vertreten.
Sie können mit uns auch direkt Kontakt aufnehmen.

Letzte Änderung: 28.11.2020
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Aktuelle Termine - Aktuelle Termine - Aktuelle Termine - Aktuelle Termine

(Für aktuelle Berichte hier klicken)
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Auch wenn Corona gegenwärtig das öffentliche Leben lahmlegt, schauen wir trotzdem nach vorne. Im Folgenden unsere Planung für die erste Jahreshälfte 2021:

29.01.2021 um 20 Uhr: "Sterne über den Alpen und im Bayerischen Wald" (Andreas Hänel)
26.02.2021 um 20 Uhr: "Astronomie in Zeiten des Coronavirus - Die Astro-AG im Jahr 2020" (Gerold Holtkamp)
26.03.2021 um 20 Uhr: "Von der Geburt der Sterne" (Thorsten Ratzka)
30.04.2021 um 20 Uhr: "Der Mond - unser stiller Begleiter" (Albrecht Düntsch)

Sondertermin des Planetariums: 18.02.2021 um 19 Uhr (nach der Premiere der Planetariumsshow "SOFIA - 50.000 Fuss über dem Meer") Vortrag über SOFIA (Andreas Hänel)

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Aktuelle Berichte - Aktuelle Berichte - Aktuelle Berichte - Aktuelle Berichte

(Für aktuelle Termine hier klicken)
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                                    ------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

Der Gamma-Cygni-Komplex
Bericht von Dr. Burkhard Lührmann, November 2020

Einer der interessantesten Himmelsbereiche, den ich in den letzten drei Jahren mehrmals astrofotografisch betrachtet habe, ist die Region um den hellen Stern Sadr. Dieser Name stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Brust“. Somit liegt er im Herzen des Sternbildes Schwan (lat. Cygnus). Die in der Milchstraßenebene befindliche Sadr-Region weist einen reichen Komplex aus Staubwolken und leuchtenden Nebeln auf. Ich werde dieses bis zum Mondsichel-Nebel reichende Gebiet im Folgenden als Gamma-Cygni-Komplex bezeichnen. Es beherbergt eine Reihe von bemerkenswerten Deep-Sky-Objekten. Begeben wir uns auf Objektsuche.

(-mehr-)
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                                    ------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

M33 wird auch Triangulum Galaxie oder Dreiecksnebel genannt. In den klaren Nächten am 7. und 8. November 2020 hat Jörg Große-Kracht ihn an unserer Sternwarte auf dem Oldendorfer Berg ins Visier genommen, allerdings mit seinem eigenen Gerät. Der Dreiecksnebel ist eins der schönsten Objekte,die auf unserer Nordhalbkugel zu beobachten ist.

(Zum vergrößerten Bild und zu den Aufnahmedaten geht es hier.)




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                                    ------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

Positionsbestimmung von Sonnenflecken mit dem Programm SunMap
Bericht von Wilhelm Witte, 12. November 2020

Da an meinem Wohnort im Winter die Sonne gerade mal auf dem First des Nachbarreihenhauses entlang schrammt und immer wieder von einem Schornstein oder Baum verdeckt wird, komme ich nur schwer zu brauchbaren Sonnenfotos zur Berechnung der Sonnenflecken in „Sun Map“, einem Programm* zur Positionsbestimmung von Sonnenflecken. Wie schön ist es da, einen freundlichen Astrokameraden zu haben, der aushelfen kann. Für die Berechnung schickte mir Werner Wöhrmann einige Fotos von der Sonnenfleckgruppe (NOAA Nr.12781) vom 7. und 8.11.2020 (s. a. Bericht von Werner). Also machte ich mich an die Arbeit. (-mehr-)
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                                    ------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------
Sonne imH-Alpha-Licht, 7.11.2020, Aufnahme: Werner Wöhrmann
Sonnenflecken im Weiß- und H-Alpha-Licht
Bericht von Werner Wöhrmann, 10. November 2020

Nach endlos langer Zeit entwickelte sich Anfang November 2020 wieder eine größere Sonnenfleckengruppe. Das eigentliche Fleckenminimum war seit dem Frühjahr vorbei. Erst am 07.11.20 hatte ich die Möglichkeit zur Beobachtung. Gegen Mittag, wegen des hohen  Sonnenstandes, rollte ich das Dach meiner Sternwarte zur Seite und bereitete meinen Refraktor APO 107/700 für die Weißlichtbeobachtung vor.  (-mehr-)
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                                    ------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

Nachts am 13. Oktober 2020 in der Nähe von Stumpertenrod - das liegt ca. 40 km östlich von Gießen - hat Thomas Grunge  IC1396 aufgenommen. IC 1396 ist ein offener Sternhaufen eingebettet in einen Emissionsnebel.

(-zum vollständigen vergrößerten Bild und den Aufnahmedaten geht’s hier)
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ISS Transit vor der Sonne am 13.10.2020
Bericht von Dr. Thomas Kunzemann, 22. Okt0ber 2020

Anfang Oktober entdeckte ich auf der Website ISS TRANSIT FINDER eine Vorhersage für einen Transit der ISS (International Space Station) vor der Sonne am 13. Oktober. Die Zentrallinie sollte ganz in der Nähe von Werners Sternwarte verlaufen. Nachdem ich Werner darüber informiert hatte, lud er mich spontan ein, den Transit bei ihm zu beobachten.
Da ich ein Video machen wollte nahm ich meine Ausrüstung mit und baute sie neben der Sternwarte auf. Werner hatte es einfacher; er brauchte nur das Dach aufzumachen.
(-mehr-)
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Plejaden, Sept. 2020, Aufnahme: Werner Wöhrmann
Schnappschüsse?
Bericht von Werner Wöhrmann, 24.9.2020

Wie man hört, sind Astroaufnahmen, welche unter 3 Std. belichtet sind, Schnappschüsse. Anders als bei unseren fast professionell arbeitenden Astrofreunden sind es bei mir bescheidene viel zu kurz belichtete Fotos. Aber es kommt ja auf den Spaß bei der Sache an.

In den vergangenen Tagen bot es sich wegen des klaren nächtlichen Himmels an, einige Zeit in meiner Gartensternwarte zu verbringen.

(-mehr-)
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Iris-Nebel, Aufnahme: Jörg Große-Kracht, 19. - 21.9.2020
Der September 2020 hatte mehrere Tage mit einem klaren Himmel und auch noch um Neumond, so dass der Mond nicht störte. Das gibt es selten in unseren Breiten. So hat Jörg Große-Kracht mehrere Nachtschichten eingelegt und mit seiner Ausrüstung 6 Stunden das Licht des Iris-Nebels gesammelt. Das Ergebnis kann sich mal wieder sehen lassen.

Zum vergrößerten BIld und den Aufnahmedaten geht's (-hier-).
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NGC7000-Nordamerikanebel, Sept. 2020, Aufnahme: Jörg Große-Kracht
Im September 2020 hat Jörg Große-Kracht richtig viel Belichtungszeit in den Nordamerikanebel (NGC7000) investiert, um richtig viele Details dieses Gasnebels herauszuarbeiten. In insgesamt vier Nächten unter dem dunklen Himmel vor der NVO-Sternwarte hat er insgesamt 8,4 Stunden lang das Licht dieses schönen Objekts gesammelt.

Um zu den großen Aufnahmen und den Aufnahmedaten zu gelangen, bitte auf das Bild klicken oder (-hier-).

Übrigens! Es gibt auf unserer Homepage noch mehr Aufnahmen des Nordamerikanebels aus diesem Jahr. Hier die Links:
NGC7000_1 -- NGC7000_2 -- NGC7000_3


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Feuerrad-Galaxie im Kampf mit dem Rauschen
Bericht von Dr. Burkhard Lührmann, September 2020

Bereits im März 2019 hatte ich fast dreieinhalb Stunden Belichtungszeit in die Astroaufnahmen der Feuerrad-Galaxie (M101) investiert, weil die zweite Nachthälfte für den Bode-Nebel (M81) von meiner Balkonsternwarte westlich von Osnabrück stellungsbedingt ungünstig wurde. Eine zweite folgende Nacht, die zunächst als sternenklar prognostiziert wurde, erwies sich aber leider als unbrauchbar. So ergab sich in dem Jahr keine weitere Aufnahmemöglichkeit mehr für dieses zeitbedürftige Objekt. Aber ein Jahr später bot sich im März 2020 eine erneute Chance, die Gesamtbelichtungszeit zu vergrößern. Doch sollte sich das wirklich lohnen?

(-mehr-)
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Aufnahmeort: Gülpe im Westhavelland, Carsten Debbe, 8.2020
Is WHAT? - Zelten und Astronomie in Gülpe vom 17. bis 23. Aug. 2020
Bericht von Werner Wöhrmann und Gerold Holtkamp, 29. Aug. 2020

„Is WHAT?“ war seit Beginn der Corona-Pandemie keine Frage eines Osnabrückers nach dem Befinden seines Gegenübers. Es war die Frage nach dem sog.  Westhavelländer AstroTreffen 2020, abgekürzt WHAT 2020. Das ist leider ausgefallen - wegen Corona. Also kein Austausch vieler Hobbyastronomen aus ganz Deutschland im Westhavelland.

Einige von uns aus Osnabrück wollten aber trotzdem den dunklen Himmel von Gülpe erleben. Individuelles Zelten war schließlich möglich. Die Teilnehmerzahl unseres Osnabrücker Mini-WHATs - manche sagten auch Milli-WHAT - stieg von Montag 17.8. mit zwei bis Sonntag 23.8. auf acht TeilnehmerInnen, davon zwei in einer Ferienwohnung, die anderen sechs auf dem Zeltplatz. So kam es, dass wir eine Art Wagenburg in Gülpe errichtet haben - mit viel Abstand zueinander. Tatsächlich waren wir fast unter uns auf dem Platz. (-mehr-)
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Cirrus-Komplex, Aufnahme Jörg Große-Kracht, 20.8.2020
Am 20.August 2020 war Jörg Große-Kracht unter einem sternenklaren Himmel, nicht bei sich zuhause sondern in der Rhön. Das Ergebnis, der sog. Cirrusnebel, kann sich sehen lassen.

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken oder hier.

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Perseidenjagd in Icker am 9., 10. und 12./13.8.2020

Bericht von Werner Wöhrmann, 16.8.2020

Um sicher einige Perseiden fotografisch einzufangen, begann ich schon am 09.08.2020 mehrere Aufnahmen zu machen. Meine Ausrüstung:
Canon 600D mit 32mm Objektiv auf mechanischer Nachführung,  30 Sek Belichtung, 800 ISO
Canon 5D auf einfachem Stativ, 15 Sek Belichtung, 1000 ISO

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Perseidenjagd am Deich am 12./13.8.2020
Bericht von Carsten Debbe, 15.8.2020

Martin Steinbeißer war am 12. bereits am Abend losgefahren. Ich kam dann einige Zeit später in der Nacht nach, nachdem ich mir die Wettervorhersage für Melle angesehen habe (Die war ernüchternd - nur Wolken). Unser Beobachtungsplatz war dann in Langwarden am Deich. Das ist gegenüber von Bremerhaven.

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Komet C/2020 F3 Neowise,13.7.2020, Aufnahme: Werner Wöhrmann
Aufnahmen der Astro AG Osnabrück
des Kometen C/2020 F3 NEOWISE im Juli 2020

zusammengestellt von Gerold Holtkamp

Der Komet Neowise wurde heller als erwartet. Auch wenn die Mitternachtsdämmerung in unseren Breiten keinen schwarzen Himmel zuließ, waren viele Mitglieder unserer Astro AG im Juli auf der Jagd nach diesem schnellen Boten aus dem Weltraum. Da es im Juli sehr lange hell ist, mussten die Jäger entweder lange wach bleiben oder sehr früh aufstehen. Das Wetter hatte zum Glück an mehreren Tagen mitgespielt, so dass sehr viele schöne Aufnahmen entstanden.

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Renovierung von Betonkranz und Grüngürtel der Sternwarte

Bericht von Gerold Holtkamp, 10.7.2020

Ist die Instandhaltung der Sternwarte schon eine Daueraufgabe, so ist es die Pflege des „Grüngürtels“ um unsere Sternwarte erst recht. Von beidem handelt dieser Bericht.

Das Sternwartengebäude besteht aus dem Betonbau und der Kuppel. Beides stellt den ersten Schutz für die empfindliche Optik und Elektronik des Teleskops gegen die Unbilden des Wetters dar. Die Kuppel ist beweglich und fährt auf Rollen gelagert auf einer Schiene, die ihrerseits wieder alle ca. 50 cm auf Schwellen aus Metall aufliegen. Diese Schwellen waren beim Bau der Sternwarte nach der Justierung der Schiene dünn abgedeckt worden. 

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Komet C/2020 F3 (NEOWISE) am 7.7.2020, Aufnahme Andreas Hänel
Kometenjagd am 7. Juli 2020
Zusammenstellung der Jagdszenen von Gerold Holtkamp, 10.7.2020

Der Komet C/2020 F3 (NEOWISE) wurde am 27. März 2020 durch das Weltraumteleskop WISE entdeckt. Nach Passieren seines sonnennächsten Bahnpunktes am 3. Juli 2020, ist er sogar mit bloßem Auge zunächst am Morgenhimmel und später ab dem ab 13. Juli 2020 dann am Abendhimmel zu sehen. Die größte Erdnähe wird er am 23. Juli 2020 mit 103 Millionen km erreichen.
So sind dann einige von uns am 7. Juli 2020 auf Kometenjagd gegangen.

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Leuchtende Nachtwolken an der Sternwarte


In den Sommermonaten Juni und Juli wird es in unseren Breiten nachts nicht vollständig dunkel, weil die Sonne nicht tief genug unter dem Horizont steht. Das ermöglicht aber das Auftreten sog. Leuchtender Nachtwolken (Abk. NLC von engl. noctilucent clouds). Diese Wolken befinden sich nicht in der Troposphäre, sondern weit darüber (ca. 80 km), weshalb sie auch noch mitten in der Nacht von der Sonne angestrahlt werden können.
Carsten Debbe hat am 30.6.2020 um 0:33 Uhr an der Sternwarte solche NLC gesichtet und aufnehmen können. Sie waren allerdings mit 30 Minuten nur recht kurzlebig.

Aufnahmedaten: Kamera Canon EOS 400D, ISO 400, f 5.6, 30 s
(-zum Vergrößern auf's Bild klicken oder hier-)
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Supernova SN 2020 nlb in M85


In der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 2020 hat Ulrich Landwehr die erst seit einigen Tagen bekannte Supernova 2020nlb in der Galaxie M85 in seiner Gartensternwarte in Osnabrück aufs Korn genommen und diese Aufnahme erstellt. Insgesamt wurden drei verwertbare Aufnahmen mit jeweils 180 s Belichtungszeit gestackt. Die Aufnahmen waren nicht einfach zu erstellen, da der Himmel im Juni nicht vollständig dunkel wird und M85 schon recht nah am Horizont steht.
Seine Ausrüstung war:
Teleskop: Meade SC 8" ACF  
Kamera: Canon EOS 1000d-180s-ISO800
(-zum Vergrößern aufs Bild klicken oder hier-)
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Wolf 359, Sonde New Horizons, NASA, 23.4.2020
Die unterschiedlichen Ansichten des Sterns Wolf359

Bericht von Dr. Gerold Holtkamp, 21.6.2020

Am 19. Januar 2006 startete die Raumsonde New Horizons, um Pluto und später einen weiteren Kleinplaneten des Kuipergürtels, genannt Arrokoth, zu besuchen. New Horizons hat eine Geschwindigkeit, mit der sie unser Sonnensystem verlassen kann. Sie ist heute nach über 14 Jahren Flug bereits so weit von uns entfernt, dass ihre Funksignale über 6 Stunden benötigen, um uns zu erreichen. In dieser Entfernung stellt sich für New Horizons der Sternenhimmel bereits anders dar als für uns auf der Erde: Nahe Sterne verändern ihre Position gegenüber weiter entfernten.

Um dies auch für uns auf der Erde zu zeigen, hat die NASA New Horizons am 23. April 2020 auf den Stern Wolf 359 - 7,78 Lichtjahre entfernt - ausgerichtet und drei Aufnahmen erstellt. Wir von der Astro AG haben an unserer Sternwarte am 26. April 2020 ebenfalls eine Aufnahme von Wolf 359 erstellt. (-mehr-)
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Die Venus - sie kommt uns immer näher!

(Bericht von Thomas Hänel, 11.6.2020)

Dass man durch Corona abends an seine Wohnung gebunden war, hatte auch Vorteile: so konnte ich zum Beispiel halbwegs regelmäßig abends von meiner Terrasse aus Aufnahmen von der Venus machen über ca. einen Monat. Diese sind jeweils mit Maksutov-Teleskop (127mm/1900mm) und Guiding-Kamera (keine Farbkamera) entstanden. Bei der Bildbearbeitung kam die sogenannte Lucky-Imaging Technik zu tragen: dabei wird ein Video von einem Planeten gemacht, die Einzelbilder werden nach Qualität geordnet, die besten herausgepickt und dann kombiniert. Damit kann die Auswirkung der Erdatmosphäre auf das Bild reduziert werden.
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Dynamische Protuberanzen am 1. Juni 2020

(Bericht von Werner Wöhrmann, 4.6.2020)
 
Wie meistens, wenn die Sonne vom klaren Himmel scheint, öffne ich das Schiebedach meiner Sternwarte (s. a. Bericht vom 28.4.2020) und werfe einen Blick durch meine Teleskope auf unsere Sonne. Den Refraktor, ein APO 107/700, rüste ich mit einem Daystar Quark Sonnenfilter für die H-alpha Beobachtung aus. Vor das C11 Teleskop kommt ein Weißlichtfilter. Einen Sonnenflecken konnte ich nicht entdecken. Aber als ich durch den Refraktor schaute, war ich doch überrascht. Donnerwetter, dachte ich, da lohnt sich ein Foto. (-mehr-)
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Markarjansche Kette

(Bericht von Dr. Burkhard Lührmann, Juni 2020)

Im Bericht Eulennebel (M97) und M108 wurde von mir bereits erwähnt, dass sich Ende März 2020 westlich von Osnabrück eine ganze Woche sternenklarer Nächte ergab. Dieses astronomische Glück nennen wir Amateur-Astronomen auch „Astrokatastrophe“. Schließlich bedeutet es, fast eine Woche lang keinen oder kaum Schlaf zu finden. Es stand also genügend Aufnahmezeit für weitere Deep-Sky-Objekte zur Verfügung. Meine Wahl fiel auf die Markarjansche Kette.

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Astronomie mit dem Fernglas

Bericht von Werner Wöhrmann, 26.5.2020

Am 22 Mai 2020 begegnete der innerste Planet Merkur der Venus am Abendhimmel. Sichtbar mit dem bloßen Auge in der Dämmerung zwischen 22 und 23 Uhr. Venus einfach, da -4,2 mag hell. Merkur - 0,5 mag. Das ist in der Dämmerung nicht einfach. Ein weiteres Problem. Das Ganze findet dicht am Horizont statt. Gewöhnlich behindert eine Dunstschicht am Horizont die Sicht erheblich. In Coronazeiten ist die Luft wohl sauberer. Ein freier Blick nach Nord/West ist Voraussetzung. Mit dem Fernglas aber sicher zu sehen.
Ich wollte Merkur auf dem Weg zur Venus begleiten und begann mit der Beobachtung schon am 20. Mai.
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Ein Wal, ein Brecheisen und zwei Mäuse (C 32, NGC 4656, NGC 4676)

Bericht von Thomas Hänel, Frühjahr 19.5.2020

Als es langsam auf den Frühling zuging und das Wetter besser wurde, war es Zeit, Motive zum Fotografieren auszuwählen. Der Frühling ist unter den Astronomen bekannt als die Galaxien-Saison, da es in den Frühlingssternbildern Löwe, Haar der Berenike, Jagdhunde und vor allem der Jungfrau von Galaxien nur so wimmelt.

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Quasar QSO J0831+5245

Auf dieser Aufnahme ist - fast vom „Rand des sichtbaren Universums“ - der Quasar QSO J0831+5245 zu sehen. Thomas Grunge und Gerold Holtkamp haben ihn vor kurzem mit dem großen Teleskop der NVO Sternwarte aufgenommen. Allein schon seine Geschwindigkeit ist rekordverdächtig: 276000 km/s (lt. Simbad). Sein Licht war ca. 12,05 Milliarden (!) Lichtjahre unterwegs, bis es die Erde erreicht hat.

(-hier geht’s zum vergrößerten Bild-)

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Erste Langzeitaufnahmen mit der neuen Steuerung des Teleskops der Sternwarte
(Bericht von Dr. Gerold Holtkamp, 5.5.2020)

An unserer Sternwarte war die bisherige seit 1991 eingesetzte elektronische Steuerung des Teleskops, die seinerzeit von Reinhard Schröder programmiert wurde, im November 2019 durch eine neue Steuerung ersetzt.  Diese sog. TeenAstro-Steuerung basiert auf einer Open-Source-Soft- und Hardware und wurde im Wesentlichen von Jörg Große-Kracht und Reinhard Schröder aufgebaut und eingerichtet. Außerdem wurden neue leistungsfähigere Schrittmotoren für den Antrieb der RA- und DEC-Achse eingebaut.

Mit der neuen Steuerung ist nun auch die automatische Feinregelung der Nachführung für die Astrofotografie möglich. Das ist eine wesentliche Neuerung gegenüber dem alten Stand. (-mehr-)
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Gartensternwarte, Aufnahme Werner Wöhrmann, 20.4.2020
Sonne im H-Alpha- und Weißlicht

(Bericht von Werner Wöhrmann, 28. April 2020)

Die Sonne ist in ihrem Aktivitätsminimum. Aber Protuberanzen (Gasausbrüche) sind fast immer zu sehen. Sie bilden sich in der Chromosphäre.  Im April 2020 hatten wir eine Schönwetterperiode.
Da wollte ich doch einige Fotos von Sonnenaktivitäten machen. Für die Aufnahmen im H-Alpha-Licht benutzte ich einen Refr. APO 107/700, einen Daystar Quark und eine Canon 5D, ISO 100, Belichtungszeiten 06“ bis 1“. Die Zeiten scheinen lang, aber mit Quark ist es so richtig.

(-mehr-)

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Eulennebel (M97) und M108

(Bericht von Dr. Burkhard Lührmann, April 2020)

Nach vielen Monaten stellten sich Ende März 2020 endlich wieder einige aufeinander folgende sternenklare Nächte ein, sodass ich meine Balkonsternwarte westlich von Osnabrück aufbaute. Da jeder weiß, dass im Frühjahr für großflächige Emissions- und Reflexionsnebel, auf welche ich mich mit einer maximalen Brennweite von 1000mm spezialisiert habe, eher Saure-Gurken-Zeit besteht, sollte die Motivwahl unter den dafür zahlreichen sichtbaren Galaxien und planetarischen Nebeln auf eine Kombination scheinbar nahe gelegener Objekte fallen. Auf diese Weise würde das relativ große Bildfeld zumindest besser ausgefüllt werden. So kamen die Messier-Objekte M97, auch Eulennebel genannt, und M108, eine Spiralgalaxie, zur Auswahl.

(-mehr-)




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Supernova SN 2019ehk in M100, 11.5.2019, Aufnahme: Thomas Hänel
M100 mit und ohne Supernova

Letztes Jahr hatten einige von uns eine Supernova in M100 aufgenommen (-Bericht aus vom 2019-). Dieses Jahr, Anfang April 2020,konnte Thomas Hänel endlich eine Vergleichsaufnahme ohne die Supernova machen. Zum schnellen Vergleich sind die Aufnahmen als sog. Animated GIF zusammengefasst: Ein Übersichtsbild mit den Nachbargalaxien und ein Zoom auf den Kern mit nur um Faktor 2 verringerter Originalauflösung. Die neue Aufnahme besteht aus 22 Einzelbildern, ansonsten sind die Daten so, wie bei der Aufnahme im Vorjahr.

(-hier geht's zu den GIFs-)

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Venus bei Plejaden, 3.4.2020, Aufnahme: Werner Wöhrmann
Venus am Kopf der Plejaden

von Werner Wöhrmann, 5. April 2020

Am 03.04.2020 sollte die Venus als strahlender Abendstern den Sternhaufen Plejaden kreuzen. Einige Vorbereitungen wurden getroffen. Aber ein Blick in den Himmel sagte mir: Heute wird das nichts. Auf Wolkenlücken habe ich dann auch nicht gewartet.
Am Abend des nächsten Tages sah es besser aus.

(-mehr-)
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Mond, 4.4.2020, Aufnahme: Jörg Große-Kracht
Der Mond

von Jörg Große-Kracht, 5. April 2020

Seit mehreren Wochen schon ist fast nichts mehr, wie es war. Aber eben nur "fast". Die Himmelsobjekte ziehen nach wie vor unbeirrt ihre Bahnen. Das ist schon fast beruhigend.

Der Frühling hat gerade erst begonnen, aber er belohnt uns bereits zum zweiten Mal mit mehreren schönen klaren Nächten. Gestern war der Mond mit dabei.

(-mehr-)






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ISS vor Mond, 29.3.2020, Martin Steinbeißer
Nacht der künstlichen Monde

Video-/Bildbeiträge von Carsten Debbe, Andreas Hänel, Martin Steinbeißer
Text von Gerold Holtkamp
30.3.2020

Es war sehr klar in der frühen Nacht am 29. März 2020. Der Saharastaub der vergangenen Nächte war vom Nordwind weggeblasen worden. Die natürlichen Himmelslichter standen klar und deutlich am Himmel: Venus, Mond, die Sterne im Orion, in den Zwillingen, im Löwen, und und und … . Wir wussten, dabei sollte es nicht bleiben. (-mehr-)
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Großer Orion-Nebel M42 und Umgebung, 22.3.2020, Jörg Große-Kracht
Astronomie auf der Balkonsternwarte

25.3.2020

Jörg Große-Kracht hatte einen guten Blick auf das Sternbild Orion, wenn auch mit störendem Stadtlicht. Dass da trotzdem was geht, hat er schon öfter bewiesen. So auch dieses Mal.

(-Hier geht's zur großen Aufnahme und ihren Details-)


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                                    ------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------
Rosettennebel NGC 2237, 24.3.2020, Werner Wöhrmann
Astronomie in der Isolation

24.3.2020

Werner Wöhrmann hat das gute Wetter der letzten Tage ausgenutzt und in seiner Gartensternwarte beobachtet.

(-Hier geht's zu den Ergebnissen-)

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Besuch von Grips und Co auf der Sternwarte, 7.2.2020, Martin Steinbeißer
Besuch von Grips & Co auf der Sternwarte am 7.2.2020
Bericht von Martin Steinbeißer, 27.2.2020

Nach einigen etwas längeren Telefonaten mit Silvia Wrubel von Grips und Co stand der Termin fest: Am 06. Dez. sollte der Besuch unserer Sternwarte stattfinden. Sogar ein Besuch vom Nikolaus war geplant. Und dann kam das, was keiner haben wollte. Petrus war uns nicht wohl gesonnen und schickte eine Wolke, die den ganzen Himmel bedeckte. Zum Glück hatten wir gleich einen Ausweichtermin geplant, den 27. Dez.  Es kam wie es kommen musste .... Wolken!  Also einen 3.ten Anlauf planen.

(-mehr-)

 

 

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Nordamerikanebel (NGC7000)

Bericht von Dr. Burkhard Lührmann, Januar 2020

Über den WestHavelländer AstroTreff (WHAT), der für unsere Astronomische Arbeitsgemeinschaft des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück (NVO) immer einer der Höhepunkte des Jahres bedeutet, wurde bereits im September 2019 berichtet. Das Problem bei der Beobachtung von Deep Sky-Objekten auf Teleskoptreffen liegt darin, dass der potentielle Beobachtungszeitraum vorher festgelegt wird und man nicht weiß, ob das Wetter in den Nächten mitmacht.
So dachte ich mir, dieses Mal auf dem 9. WHAT kein allzu kompliziertes Objekt aufs Korn zu nehmen. D.h. es sollte während der astronomischen Dunkelheit durch den Meridian laufen, weit über dem Horizont stehen und für fotografische Verhältnisse relativ hell und groß sein. Meine Wahl fiel auf NGC 7000, den Nordamerikanebel.

(-mehr-)

 

 

 

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Plejaden, 1.1.2020, Aufnahme Thomas Grunge
Plejaden über der Sternwarte

Am Neujahrstag abends hat Thomas Grunge neben dem Sternbild Orion auch den offenen Sternhaufen Plejaden aufgenommen.

Daten:
16 Aufnahmen a. 30 Sekunden, Canon 5Da, 70mm f/4.0 Bearbeitung mit Astroart7 und Lightroom

(zum Vergrößern auf's Bild oder hier klicken)

 

 

 

 

 

 

 

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Starlinksatelliten am Osnabrück, 30.12.2019, Aufnahme Andreas Hänel
UFOs oder neue Lichtverschmutzung?

Bericht von Dr. Andreas Hänel, 2. Januar 2020

In den letzten Tagen waren viele aufmerksame Himmelsbeobachter beunruhigt, als sie zahlreiche Lichtpunkte hintereinanderweg über den Himmel wandern sahen. Einige glaubten schon an UFOs, doch es ist der zweite Schub der Starlink-Satelliten, die um die Jahreswende für uns sichtbar waren. Rund 120 dieser Satelliten wurden bereits von Elon Musks (Tesla) Firma SpaceX gestartet.

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Sternbild Orion, 1.1.2020, Aufnahme Thomas Grunge
Neujahrs-Orion 2020

Thomas Grunge war zusammen mit einigen anderen Astro-AG'lern am ersten Tag des neuen Jahres 2020 abends an der Sternwarte. Er hat das Sternbild Orion "ins Visier" genommen und diese detailreiche Aufnahme erstellt.
Daten:
16 Aufnahmen a. 30 Sekunden, Canon 5Da, 70mm f/4.0
bearbeitet mit Astroart7+Lightroom

(zum Vergrößern auf's Bild oder hier klicken)

 

 



 



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