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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

Sonne im H-Alpha- und Weißlicht

Bericht von Werner Wöhrmann, 28. April 2020

Die Sonne ist in ihrem Aktivitätsminimum. Aber Protuberanzen (Gasausbrüche) sind fast immer zu sehen. Sie bilden sich in der Chromosphäre. Im April 2020 hatten wir eine Schönwetterperiode. Da wollte ich doch einige Fotos von Sonnenaktivitäten machen.

Gartensternwarte, Aufnahme Werner Wöhrmann, 20.4.2020

Für die Aufnahmen im H-Alpha-Licht benutzte ich einen Refr. APO 107/700, einen Daystar Quark und eine Canon 5D, ISO 100, Belichtungszeiten 0,6" bis 1". Die Zeiten scheinen lang, aber mit Quark ist es so richtig. Zu den Bildern:

Am 15.04. war eine schöne Protuberanz zu sehen. Am Sonnenrand war sie lang mit vielen Bögen, aber nicht hoch. So richtig scharf habe ich kein Foto hinbekommen, siehe Bild. Vielleicht zu viel Luftunruhe.

Sonne im H-Alpha, Aufnahme Werner Wöhrmann, 15.4.2020


Am 19.04. wieder einige kleine Exemplare. Als Beispiel hier ein Bild.

Sonne im H-Alpha, Aufnahme Werner Wöhrmann, 19.4.2020


Am 20.04 war ich doch überrascht, wie viele Ausbrüche zu sehen waren. Einige eng beieinander. Wunderschön im Okular. Genaugenommen sind es zwei Okulare im Bino.

Sonne im H-Alpha, Aufnahme Werner Wöhrmann, 20.4.2020

Sonne im H-Alpha, Aufnahme Werner Wöhrmann, 20.4.2020


Jeden Tag lohnte der Blick auf die Sonne. Am 23.04 konnte man eine Protuberanz sehen, die über der Sonne zu schweben schien.

Sonne im H-Alpha, Aufnahme Werner Wöhrmann, 23.4.2020

Sonne im H-Alpha, Aufnahme Werner Wöhrmann, 23.4.2020


Auf den Fotos ist schon viel zu erkennen, aber ein Blick live auf die Sonne ist doch viel plastischer zu genießen. Die Protuberanzen sind zum Teil hauchzart, sie heben sich aber vor dem schwarzen Hintergrund kontrastreich ab.
Am 26.04 schrieb ein Astrofreund, es gibt nach langer Zeit wieder Sonnenflecken. Na dann. Am nächsten Tag meinen Refr. 102/1500 aufgebaut. Einen Glassonnenfilter vor die Optik und meine Canon 600D an den Okularauszug. Die 600 benutze ich gern, weil sie ein schwenkbares Display hat. Das erspart mir die Astrogymnastik. Denn das Fokussieren unter einem schwarzen Tuch geht sitzend mit entspannter Haltung besser. ISO 100 Belichtung 1/3200“. Die Detailaufnahme ist eine Okularprojektion mit 17 mm Okular  und 1/800“ belichtet.
Die beiden Fleckengruppen sind sehr klein, aber am Okular ist der Kontrast zur Sonnenoberfläche, hier die Photosphäre, sehr scharf. Endlich wieder was los auf der Sonne, obwohl diese Flecken noch zur alten Periode gehören.

 Sonne im Weißlicht, Aufnahme Werner Wöhrmann, 20.4.2020

Sonne , Aufnahme Werner Wöhrmann, 27.4.2020

Die Astronomie hat auch am Tage einiges zu bieten. Auch ist es im Sonnenschein angenehm warm und man wird über die Mittagszeit nicht so schnell müde.




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