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------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

Dynamische Protuberanzen am 1. Juni 2020

Bericht von Werner Wöhrmann, 4.6.2020
 
Wie meistens, wenn die Sonne vom klaren Himmel scheint, öffne ich das Schiebedach meiner Sternwarte (s. a. Bericht vom 28.4.2020) und werfe einen Blick durch meine Teleskope auf unsere Sonne. Den Refraktor, ein APO 107/700, rüste ich mit einem Daystar Quark Sonnenfilter für die H-alpha Beobachtung aus. Vor das C11 Teleskop kommt ein Weißlichtfilter. Einen Sonnenflecken konnte ich nicht entdecken. Aber als ich durch den Refraktor schaute, war ich doch überrascht. Donnerwetter, dachte ich, da lohnt sich ein Foto. Es ist so gegen 12 Uhr. Okular, ein Plössel 45mm, entfernen und stattdessen eine Canon 600 dran. Scharfstellen ist nicht ganz einfach, auch nicht mit Vergrößerung im Liveview. Die starke Luftunruhe läßt das Bild etwas „tanzen“. Aufnahmen habe ich mit verschiedenen Belichtungszeiten gemacht: 0,3" bis 1".

Während der nächsten Stunden bin ich immer wieder in meine Sternwarte gegangen - sie steht bei mir im Garten - , um zu beobachten. Da sind mir Veränderungen in der größeren Protuberanz aufgefallen. Wenn man bedenkt, wie groß sie im Verhältnis zu Erde ist, müssen dort gewaltige Energien am Werke sein, um solche Geschwindigkeiten des Gases zu erreichen. Gegen 16 Uhr habe ich noch einige Fotos gemacht. Jetzt kann man die Veränderungen deutlich sehen.

Als Beispiel zwei Bilder mit der Erde (reinmontiert, halbbeleuchtet) zum Größenvergleich. Das erste Bild wurde um 11:58 Uhr aufgenommen. Wenn man die Maus über das Bild bewegt, erscheint das Bild der Sonne um 15:50 Uhr:




Hier noch einmal als Ausschnittvergrößerung:









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