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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

------------ Astronomie in Zeiten des Coronavirus ------------

Astronomie mit dem Fernglas

Bericht von Werner Wöhrmann, 26.5.2020

Am 22. Mai 2020 begegnete der innerste Planet Merkur der Venus am Abendhimmel. Sichtbar mit dem bloßen Auge in der Dämmerung zwischen 22 und 23 Uhr. Venus einfach, da -4,2 mag hell. Merkur - 0,5 mag. Das ist in der Dämmerung nicht einfach. Ein weiteres Problem. Das Ganze findet dicht am Horizont statt. Gewöhnlich behindert eine Dunstschicht am Horizont die Sicht erheblich. In Coronazeiten ist die Luft wohl sauberer. Ein freier Blick nach Nord/West ist Voraussetzung. Mit dem Fernglas aber sicher zu sehen.

Ich wollte Merkur auf dem Weg zur Venus begleiten und begann mit der Beobachtung schon am 20. Mai. Das Wetter versprach einen wolkenlosen Himmel. Um 22:30 Uhr habe meine Cannon EOS 600 in Position gebracht. Objektiv ein 18-55mm. Das Ganze auf ein Videostativ und eine mechanische Nachführung. Mit einem Fernglas habe ich Venus und Merkur beobachtet und einige Fotos gemacht. Das Objektiv war schlecht gewählt und ich verkleinerte den Bildausschnitt.

So schon eine erfolgreiche Beobachtung. Zwei gleiche Bilder. Eins mit Text (bei Mauskontakt). Der Baum zur besseren Orientierung.



Am 21. Mai war es leider sehr bewölkt. Doch es gab immer wieder Wolkenlücken. Meine Kamera habe ich mit einem 28-105 Objektiv bestückt, sonst der gleiche Aufbau. Gegen 22:50 Uhr gab es endlich die ersehnte Wolkenlücke. Wieder mit dem Feldstecher beobachtet. Einfach zu finden. Dann mit bloßem Auge. Ja, wenn man genau weiß, wo Merkur zu suchen ist. Ich konnte ihn sehen, oder war es doch nur ein Erahnen? Ein paar Fotos sind mir geglückt. Brennweite 105 mm.



Jetzt wurde es spannend. Heute am 22. Mai sollte die nächste Annäherung sein. Beide Planeten stehen in 1 ¼ Grad nebeneinander. Gut zwei Vollmonddurchmesser. Den ganzen Tag dicke Wolken. Gegen 22:Uhr nach draußen. Ja, so ist das in unserem Hobby. Keine Lücke in Richtung Venus und Merkur zu erwarten. Nicht ärgern. In einigen Jahren kommt bestimmt noch eine Gelegenheit.

Der 23.Mai. Wieder den ganzen Tag Wolken. Nach dem Wetterbericht soll es ab 22:Uhr besser werden. Also um 22:Uhr aufbauen und auf die Wolkenlücke warten. Kennen wir schon. Tatsächlich, es lockerte auf. Gegen 22:30Uhr waren Venus und Merkur gut zu sehen. Auch mit dem unbewaffneten Auge gelang es mir, Merkur sicher zu sehen. Dann und wann wurden der eine und dann mal der andere Planet von Wolken verdeckt, aber sonst war die Beobachtung ein Erfolg. Fotos mit gleicher Ausrüstung.



Am 24.05.20 sollte es noch interessanter werden. Der Mond kommt als schmale Sichel dazu. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Gegen22:30Uhr war ich soweit. Immer wieder Wolken, aber die störten heute nicht so. Der Anblick war toll. Mondsichel, Merkur und Venus bildeten ein fast gleichschenkliges Dreieck. Merkur, der schwächere der Drei bildete die Spitze. Die Horizontsicht war perfekt. Daher noch ein Bild vom Untergang Mond, Merkur. Venus war schon weg.



Ich verfolgte Mond und Merkur bis zu ihrem Verschwinden hinter den Bäumen am Horizont.  Die Atmosphäre ist zurzeit (Coronastillstand?) sehr sauber. Himmelobjekte bis an den Horizont. Daher noch ein Bild vom Untergang Mond, Merkur.  Das hat man auch nicht immer. Eher selten. Jetzt war es 23 Uhr und die astronomische  Beobachtung war insgesamt fast perfekt, wenn man vom 22 Mai (Wolken) mal absieht. So kann jeder Interessierte ohne viel technischen Aufwand mit dem bloßen Auge und Feldstecher astronomische Ereignisse beobachten.







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