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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Beobachtungen nach der Durststrecke: Die Entwicklung der aktiven Regionen AR 2957 und AR 2960

Bericht von Dr. Thomas Kunzemann, 14.3.2022

Nach Monaten schlechten Wetters, in denen sinnvolle astronomische Beobachtungen kaum oder gar nicht möglich waren, entwickelte sich Ende Februar/Anfang März 2022 eine Wetterlage, die uns in und um Osnabrück viele klare Nächte bescherte, die - ein zusätzlicher Vorteil - um Neumond herum lagen. Endlich konnten wir Astronomen von der Astro-AG die lange Durststrecke hinter uns lassen. Einer davon ist Thomas Kunzemann. Andere waren auch aktiv und berichten ebenfalls auf unserer Homepage.

Nicht nur die Nachtastronomie profitierte von der Schönwetterperiode vom 23. Februar bis zum 13. März. Es gelang, täglich die Sonne zu fotografieren und damit mehr als eine halbe Rotation zu dokumentieren. Dazu wurden mit 480 mm Brennweite jeweils 7 Videos von Teilbildern der Sonne erstellt, zu Mosaiken zusammengefügt und anschließend gedreht, so dass die Rotationsachse der Sonne senkrecht steht. Durch die Inklination der Sonnenachse zur Ekliptik und die Schiefe der Ekliptik kann die Rotationsachse der Sonne bis zu 26,5° gegen die Nordrichtung am Himmel geneigt sein, was ausgeglichen werden muss, um die Rotation der Sonne auf den Bildern verfolgen zu können.



Gleichzeitig konnte die Entwicklung von zwei aktiven Regionen verfolgt werden. Die einzelnen Fleckengruppen wurden mit 800 mm Brennweite aufgenommen. Die Kantenlänge der Bilder beträgt auf der Sonnenmitte 10 solare Längengrade.


AR 2957



Am 28.02. bildete sich in einem Fackelgebiet am Ostrand der Sonne eine Pore ( Waldmeier A ).


Am 01.03. zeigten sich 2 Flecken in bipolarer Anordnung ohne Penumbra ( Waldmeier B ).


Am 02.03.erschienen Penumbren um die Hauptflecken ( Waldmeier D ).




Am 03.03. und 04.03.wuchs die Gruppe auf 5° an und es zeigten sich kleine Nebenflecken zwischen den beiden Hauptflecken.


Am 05.03. begann der P-Fleck zu zerfallen


Am 06.03. verlor der P-Fleck seine Penumbra.


Am 07.03. reduzierte sich die Zahl der Zwischenflecke.


Am 08.03. waren keine Zwischenflecke mehr vorhanden und der P-Fleck stark verkleinert ( Waldmeier J ).


Am 09.03.bestand der P-Anteil nur noch aus einer kleinen Pore und einem Fackelgebiet.


Am 10.03. näherte sich der F-Fleck dem Westrand, den er am  11.03.erreicht hat.


AR 2960



Am 04.03. überquerte die, bereits zur Waldmeierklasse D entwickelte, Fleckengruppe den Ostrand der Sonne und zeigte Hauptflecken mit Penumbren in bipolarer Anordnung Nebenflecken im Zwischenraum. Der P-Fleck besaß eine Lichtbrücke durch die Umbra ( Typ m )


Am 5.3.hatte sich die Lichtbrücke in der Umbra verkürzt (Typ i).


Am 6.3. war die Gruppe weiter zum Zentralmeridian rotiert, dadurch perspektivisch entzerrt und scheinbar länger geworden.


Am 07.03. war die Lichtbrücke wieder verschwunden.


Am 08.03. zerfaserte sich die Grenze zwischen Umbra und Penumbra.


(Vergrößerung bei Mouse Over)
Am 09.03. begann der F-Fleck zu zerfallen. An diesem Tag herrschte ein aussergewöhnlich gutes Seeing, so dass eine Aufnahme mit 2900 mm Brennweite angefertigt werden konnte. Sie zeigt neben einigen umbralen Einbuchtungen in die Umbra auch die faserige Struktur der Penumbren.


Am 10.03. teilte sich ein Stück der Penumbra vom P-Fleck ab ( Lichtbrücke Typ i ) und die Zwischenflecken lösten sich auf.


Am 11.03. reduzierte sich die Zahl der Fragmente des F-Flecks auf 2.


Am 12.03. bestand der F-Fleck nur noch aus einer kleinen Pore


Am 13.03. existierte nur noch der merklich geschrumpfte P-Fleck ( Waldmeier J )




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