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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Exkursion der Astro-AG nach Namibia, 22. 5. bis 11. 6. 2022

Auf der Rooisand Desert Ranch

Bericht von Werner Wöhrmann, Juli 2022         (-weitere Berichte hier-)


Unsere Namibia Reise verbrachten Burkhard und ich auf der Rooisand Farm. Der Weg dorthin vom Flughafen Windhoek mit einem gemieteten Auto war schon abenteuerlich, wenn man es nicht gewohnt ist, auf Schotterpisten zu fahren. Es ging vom afrikanischen Hochland ca. 1.800 m hinunter auf ca. 1.200 m, wo unsere Ranch lag. Allein den Gamsbergpass hinunter war ein Erlebnis. Dort hat Faried, der mit uns fuhr, das Lenkrad übernommen. Leitplanken sind hier unbekannt. Manch tiefer Einblick war möglich.

Schotterstraßen


Am Gamsberg Pass

Einfahrt zur Rooisand Desert Ranch mit dem Gamsberg im Hintergrund


Empfangen wurden wir von Maja und German, den Farmmanagern, sehr herzlich. Man sprach zu meiner Verwunderung Hochdeutsch.

Faried, er verpachtet die Astroausrüstung auf Roissand, zeigte uns die weitläufige Farm und unseren zukünftigen Beobachtungsplatz.

Dann war auch schon Abendbrotzeit, um 17 Uhr, damit wir bei beginnender Dunkelheit fertig waren. Es gab immer drei Gänge, dazu Getränke. Schnell kam die Dämmerung mit einem unbeschreiblichen Sonnenuntergang.


Sonnenuntergang über Rooisand

Gegen 19 Uhr ging es zum Beobachtungsplatz. An unser Teleskop APM/LZ115 mit Riccardi-Reducer 0,75 (f 598 mm = F 5,2) auf bestens eingesüdeter EQ 8 Montierung wurde Burkhards Kamera Moravian G3-16200 montiert.


Burkhard am Beobachtungsplatz mit seiner Ausrüstung, dahinter der Windschutz

Einiges wurde probiert. Nicht alles klappte auf Anhieb. Im Laufe der Nacht hat es Burkhard in den Griff bekommen. Einzelheiten zu den Aufnahmen in einem anderen Bericht. Ab jetzt waren wir in allen folgenden Nächten 8 -10 Std. an unserem Beobachtungsplatz. Mit Unterbrechungen: Kaffee und Kekse. So gegen 4-6 Uhr ging es meistens ins Bett, um ab 10 Uhr zu frühstücken. Maja und German, später auch Rahel, eine Praktikantin aus der Schweiz, leisteten uns immer Gesellschaft. So entstand ein gutes Verhältnis. Es waren auch einige Belgier und zwei Österreicher auf der Farm. Natürlich auch Nachtschwärmer.

Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir unsere Aufnahmen begutachtet und sortiert. Hin und wieder Schwimmen im Pool. Bitter kalt. Es war schließlich Winter. Ich habe die Farm etwas erkundet. Auch bin ich mit German bei Kontrollen mitgefahren. Oder Sonnenbeobachtung mit Faried. Viel Tageszeit verbrachte ich mit Lesen. Maja hat mir aus der hauseigenen Bibliothek einige Bücher empfohlen. Es ging um Namibia.


Werner begutachtet die Aufnahmen der letzten Nacht

Nach dem Schwimmen entspanntes Lesen


Unser Beobachtungsplatz (links vor dem Windschutz) mit dem Gamsberg im Hintergrund


Abends und nachts waren wir wieder an den Teleskopen: Bei mir eine Canon 6D mit einem 200 mm Objektiv und als Montierung eine Star Adventurer. An der Büfett Bar gab es dann immer heißen Kaffee, Tee oder Kakao und die selbstgemachten Kekse zur Selbstbedienung. Wenn die Kameras liefen, saßen wir manchmal zurückgelehnt in bequemen Sesseln und betrachteten bei einer Tasse Kaffee den Sternenhimmel: Die helle Milchstraße, viele mit bloßem Auge zu sehende Objekte und die vielen Sternschnuppen.

Einige Zeit waren auch die anderen Exkursionsteilnehmer auf der Rooisand. Auch hier ging es in erster Linie ums Beobachten und Fotografieren des "Wahnsinns"-Sternenhimmel.


Abendessen

Fachsimpeln

Hin und wieder bot
German Ausflüge in die Umgebung an. Auf Farmgebiet. Die Farm umfasst 12.000 Hektar. Wahrlich groß für deutsche Verhältnisse.


Aufbruch zum Ausflug mit einem geeigneten Fahrzeug


Es ging z.B. zu Felsmalereien, deren Alter nicht bekannt ist.


Es gab auch immer wieder Tiere zu sehen. Hier eine Zebraherde. Die Landschaft muss man erleben: Berge, Steppe, Sonne.


Die Straßenverhältnisse waren auch nicht so wie gewohnt.


Auch haben wir das H.E.S.S. Teleskop besichtigt und hatten eine Führung dort. Es sind mehrere Teleskope. Dort geht es um Gammastrahlenforschung. Die Teleskope messen die Tscherenkow-Blitze.

 
Die H.E.S.S. Teleskope (Der Zaun soll die Paviane abhalten.)


Besichtigung mit fachmännischer Führung


Im Rückblick waren es drei erlebnisreiche Wochen, die wir in Namibia verlebten. Burkhard und ich auf der Rooisand Farm, wo nie Langeweile aufkam. Die fünf weiteren Teilnehmer auch auf der Farm und auf  einer Rundreise durchs südliche Namibia. Allein der Himmel über Namibia ist allemal eine Reise wert.

 

Zum Schluss noch einige Impressionen von der Rooisand Desert Ranch:


Die Rooisand Sternwarte


Der Garten


Der Weg zum Haupthaus auf Rooisand


Windrad und Turm


und das im Winter ...


Paviane


Löffelhunde



 




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