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Stand: 15.07.2019 23:05
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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Neulich auf der Sonne

Bericht von Wilhelm Witte, 15. Juni 2019   
Text und Berechnungen: Wilhelm Witte, Fotos: Werner Wöhrmann

Ein Sonnenfleck im Minimum des 24. Zyklus der Sonne über 8 Tage beobachten und  fotografieren zu können hat schon etwas mit Glück zu tun, aber auch mit Fleiß und Mühe. Das alles hatte unser Astrokamerad Werner Wöhrmann. Mit seinem 100/1500 Refraktor, benötigte Filter (Nie ohne Filter die Sonne beobachten!) und seiner Kamera Canon 600D in seiner kleinen aber feinen Sternwarte machte er 8 Tage hintereinander Fotos vom Sonnenfleck AR2738, in der Zeit vom 8.4.19 bis zum 17.4.19 (Zwei Tage war schlechtes Wetter).


Sonne am 13.4.2019
















Sonnenfleck AR2738 am 14.4.2019                                               Sonnenfleck AR2738 am 15.4.2019

Aber was tun mit diesem Fotoshooting der Sonne? Man könnte ja mal Positionsbestimmung  oder Rotationsberechnung machen! So etwas plant man am besten ganz am Anfang, dann geht das leichter. Aber ich wollte sowieso  ein Programm ausprobieren, das Ralf Pagenkopp geschrieben hat, ein ganz Netter, der gerne auch bei der Installation von Sun Map (eine Software zur Positionsbestimmung von Sonnenflecken) hilft, falls es nicht auf Anhieb klappt. Infos gibt es auch über die VDS Fachgruppe Sonne.
















Screenshot der Auswertung                                                            Screenshot der Auswertung

So konnte ich aus den Fleckenpositionen die Rotation der Sonne errechnen. Das ergibt dann die synodische Rotation. Um diese dann in die siderische umzuwandeln, muss die elliptische Bahn der Erde berücksichtigt werden - also die Winkelgeschwindigkeit der Erde (Jahrbuch) - und zur synodischen Rotation hinzugezählt werden. Meine Berechnung zur synodischen ergab 13,25° pro Tag; 360° (voller Umlauf) dividiert durch 13,25° ergibt 27,16 Tage Rotationsdauer bei 6°N Fleckenposition. Die Rotationsdauer  der Sonne ist aber nicht gleich, sie rotiert  differenziell, soll  heißen, am Äquator schneller als an den Polen. Aber auch andere Faktoren beeinflussen die Geschwindigkeit der Fleckengruppen z.B. die Größe und Tiefe der Flecken, also auch die Magnetfeldstärke. Zu guter Letzt haben wir noch mit ein paar Bildern des Sonnenflecks ein kleines animiertes Gif erstellt. So kann man den Fleck über die Sonne wandern sehen.


Sonne, 8. bis 17.4.2019




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