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Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück:

Farbe für die Sternwarte

(Bericht von Gerold Holtkamp, 5.8.2019)

Was braucht man, um den Weltraum und die Objekte darin richtig gut zu beobachten? Man braucht unbedingt ein gutes Teleskop mit einer guten Nachführung und einen dunklen klaren Himmel. Das Teleskop und die gute Nachführung haben wir oben auf dem Oldendorfer Berg. Der Himmel ist - verglichen mit Osnabrück - schon ziemlich dunkel. Allerdings ist er oft auch nicht klar. Schlimmer noch: Häufig stürmt, regnet oder schneit es! Da ist eine Schutzeinrichtung für das wertvolle Teleskop unbedingt erforderlich, ein Sternwartengebäude! Das haben wir auch!

So eine Sternwarte steht - astronomisch gesprochen - in vier Dimensionen: Raum und Zeit. Der Raum ist kein Problem, der ist definiert: Breite: N 52° 15' 09.2"; Länge: E 8° 19' 24", Höhe 270m. Aber die Zeit, die nagt an der Sternwarte, nicht nur außen, auch innen. Außen war ja schon 2017 und 2018 einiges passiert. Nach fast 30 Jahren wurde es aber langsam Zeit, dass auch die Innenräume renoviert wurden. Denn eine gute Beobachtung ist nur so gut wie sich der Beobachter/ die Beobachterin fühlt.

Die Teleskopmontierung erstrahlt ja schon seit Nov. 2018 in neuem Enzianblau. Aber da war noch mehr Handlungsbedarf. So haben wir uns - das sind Werner Wöhrmann, Thomas Kunzemann und Gerold Holtkamp - einen Ruck gegeben (ganz so, wie es der ehemalige Bundespräsident Herzog gefordert hatte „Ein Ruck muss durch Deutschland gehen“) und haben am 29.7., 30.7., 31.7., 1.8. und 5.8.2019 die Innenräume unserer Sternwarte einem intensiven Facelifting unterzogen*. Dabei ging es im Wesentlichen um Säubern und Anstreichen. Fünf Türen mussten abgeschliffen, vorgestrichen und mit einem schönen Endanstrich versehen werden. Dazu kamen die Wände des Treppenhauses, des Vorraums und des Aufenthaltsraums. Hört sich alles einfach an. War es auch.


Was man so zum Anstreichen braucht.1


Was man so zum Anstreichen braucht.2

Wäre da nicht …. die Eingangstür gewesen. Am Montag, 29.7., sollte es um 10 Uhr losgehen. Was allerdings nicht los-(sprich auf-)ging war die Tür. Das Schloss drehte durch! Nach einer Stunde vergeblichen Drehens haben wir’s aufgegeben. Aber, um 15 Uhr sind wir wieder an der Sternwarte zusammengekommen. Thomas hatte sich das geeignete Werkzeug besorgt und hat dann als erfahrener Feuerwehrmann das Problem in fünf (!) Minuten erledigt. Ab da hatten wir freie Bahn! Ab da war alles bestens.

Wäre da nicht …. am Tag des Schlussanstrichs, an dem auch die Eingangstüren eine neue Oberfläche bekommen sollten, auch auf den Feldern um die Sternwarte herum eine erhöhte Aktivität mit entsprechender Staubentwicklung zu beobachten gewesen. Staub wäre das Ende unserer Anstreichaktion gewesen. Jetzt kam Werner zum Einsatz. Mehrere Treckerfahrer wurden von ihm befragt und tatsächlich, keiner wollte an dem Tag noch weiter auf den Feldern arbeiten. Das nennt man praktische Diplomatie! Was hat Werner denen wohl gesagt?


Es wird was.


Am MIttwoch (31.7.) war auch noch Reinhard Schröder aktiv, auf dem Foto links, mit seinem Hund Schröder, auf dem Foto der schwarze Fleck vor uns anderen. Reinhard hat nicht angestrichen, sondern an der Nachführung des Teleskops gearbeitet, die nach fast 30 Jahren zuverlässigen Dienstes auch ein "Facelifting" benötigt.


Mittagspause muss auch sein.

Und so kam es, dass wir am letzten Tag, am Montag 5.8., die Beschläge an die fast wie neuen Türen anbringen konnten und auf einen erfolgreichen Arbeitseinsatz an unserer Sternwarte blicken konnten - mit einem entsprechenden Abschlussbierchen (natürlich akoholfrei).

Renovierung Sternwarte innen Juli 2019, Aufnahme: Gerold Holtkamp

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* Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass im Vorfeld Volker Heidenreich einen völlig morschen Türrahmen erneuert und Martin Steinbeißer eine Art Innendach für eben diesen neuen Rahmen hergestellt hatten.




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