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Mondfinsternis am 16. Juli 2019 in Schönau am Königssee – eine Urlaubsgeschichte

(von Henner Striedelmeyer, 22. Juli. 2019)

Früh genug am 16. Juli 2019, um 21 Uhr, machte ich mich auf den Weg, um einen geeigneten Platz für die Beobachtung der Finsternis zu finden. Mein erster Ort bot zwar ein schönes Abendpanorama (s. Foto), hatte aber einen deutlich zu eingeschränkten Horizontblick nach Süd-Ost - dachte ich zumindest. Wäre ich man an diesem auch zugleich dunklen Ort geblieben.

Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer

Also machte ich mich auf und habe Schönau noch einmal umfahren. Wieder hatte ich ein schönes Panorama (s. nächstes Foto) und einen besseren Blick in die richtige Richtung.

Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer

Wo und vor allem wann mag der Mond für mich im Tal sichtbar werden? Mittels Sky Map schätzte ich die erste Position ab, an der der Mond für mich zu sehen sein würde. Rechts des Jenner Gipfels sollte er auftauchen. Uhrzeit? Schwierig! Mittlerweile gesellte sich ein Einheimischer zu mir, der mit seiner Frau und seinem kleinen Kind auch die Finsternis beobachten und fotografieren wollte. Ich informierte ihn ein wenig über Mondlauf und Finsternisse im Allgemeinen und zeigte ihm Fotos, während seine Frau mit dem Kind im Auto blieb. Mit voranschreitender Zeit - ohne Mond - bekamen die Schönauer Hunger und sind weggefahren, um sich eine Pizza zu holen. Ich versprach, an der Stelle stehen zu bleiben, worüber ich mich schon ärgerte, als ich es aussprach, da mich die Straßenlaterne hinter mir immer mehr störte.

Gesagt, getan, blieb ich dort stehen. Als die Familie zurückkam, berichtete mir der Mann sofort, dass man weiter südlich den Mond schon sehen kann und er auch schon verfinstert ist. Da mich die Lampe an dem Platz ja sowieso störte, packte ich mich und meine Kamera ein und bin etwa einen Kilometer nach Süden ausgewichen. Siehe da: der Mond war zu sehen und es war deutlich dunkler, da ich nicht direkt neben einer Laterne stand. Nachdem die Familie gegen 23 Uhr den Weg nach Hause suchte, begann ich mit meinem systematischen Programm.

Die Bilderserie zeigt den Mond ab 22:59 Uhr im fünf Minuten Takt bis 23:44 Uhr. Die Bilder sind mit einer Canon 700 D mit 300 mm Brennweite aus der freien Hand gemacht. ISO 200, 1/80, Blende 5,6.

Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer
Mondfinsternis in Schönau 16.7.2019, Aufnahme Striedelmeyer

Gestört wurde ich nur durch ein lautes Tapsen auf dem Gehweg hinter mir. Ein Tier, etwas größer als ein Dackel, aber mit deutlich lauterem Gang, machte sich in Richtung einer Laterne auf. Auf leises Pfeifen reagierend drehte es um und kam quer über die Straße auf mich zu. Einige Meter vor mir nutzte ich die Handy-Lampe und leuchtete in die Richtung des Tieres - ein Waschbär?  Das Tier zog sich zügig, aber nicht fluchtartig in die Dunkelheit zurück. Auf Nachfragen bei einer Naturparkmitarbeiterin am nächsten Tag erfuhr ich, dass es wohl ein Dachs gewesen sein muss. Das würde zur Größe, dem lauten Gang und dem Verhalten passen.




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